Luftaufnahmen mit Hochstativ

Zurück in die Vergangenheit denken jetzt vielleicht einige – weshalb benötigt man im Drohnen-Zeitalter noch ein Hochstativ? Mit Drohnen ist man doch viel schneller und flexibler?  Tatsächlich hat das Hochstativ für mich noch seine Berechtigung, bei einigen Projekten steht man nämlich mit Drohnen an. Weshalb und wie mein neues Setup aussieht, darum geht es in diesem Blogpost.

Kalt, nass und windig – es fällt einem nicht schwer, an einem trüben Sonntag wie heute ein neues Hochstativ, das Manfrotto 269HDB-3U Super Giant Stativ mit Beinnivellierung zu testen. Zwar noch etwas geschwächt von einer Grippe, wage ich den Schritt nach draußen. Schnell ist das Hochstativ ausgepackt – zusammensetzen muss man nichts, alles ist für den ersten Einsatz bereit. Das Stativ macht einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Zugegeben, ein Leichtgewicht ist das Hochstativ mit 11 kg ohne Stativkopf nicht gerade, aber es soll ja auch nicht beim leichtesten Windstoß umkippen ; )

Schnell sind die Beine ausgeklappt und ich kann, dank einem am Stativ angeschnallten Wasserauge und der Beinnivellierung, das Hochstativ senkrecht ins Lot ausrichten. Bereits ist alles fertig für den ersten Einsatz – oder in diesem Fall für einen ersten Test. Beim Hochstativ ist wie bei den meisten Stativen kein Stativkopf dabei. In meinem Fall montiere ich nur eine DJI Mount-Platte für den DJI Ronin. Danach kann ich einfach und schnell den DJI Ronin-M aufsetzen und die Kamera montieren.

DJI Ronin-m mount auf einem Hochstativ - Patrik Walde

Nach dem Einschalten vom DJI Ronin-M noch schnell ein kurzer Test, ob die Fernsteuerung funktioniert. Danach verbinde ich die Kamera einfach und schnell via NFC mit meinem Tablet PC, mit welchem ich die Kamera kabellos vom Boden aus steuern kann.

Nun geht’s los, angefangen beim obersten stoße ich nun Holm für Holm in die Höhe. Beim letzten Holm und ca. 8 m Höhe angelangt mache ich erstmal ein paar Schritte zurück, um das Ganze aus der Ferne zu begutachten:

Hochstativ mit DJI Ronin-m - Patrik Walde

Zugegeben, etwas „gfürchig“ sieht das ganze schon aus ; )

Im Lieferumfang sind noch 3 Seile mit Karabinerhaken dabei, womit das Hochstativ noch gegen das Umfallen nach unten abgesichert werden kann.

Mit der Fernsteuerung kann ich nun die Kamera in jede beliebige Position steuern und mit dem Tablet-PC die Kamera auslösen. Alles funktioniert einwandfrei, so wie es sollte : )

Anbei noch ein Testbild:

luftbildaufnahme_einfamilienhaus_mit_hochstativ_und_dji_ronin-m-patrikwalde_com

Das Bild hat in der Originalgröße eine Kantenlänge von 9500 x 6340 Pixel, das ergibt eine Auflösung von 60.2 Megapixel.

Warum ein Hochstativ?

Nun möchte ich aber noch kurz zurückkommen, weshalb ein Hochstativ Vorrang gegenüber einer Drohne haben kann. Anbei einige Beispiele:

  • Bei Foto und Video-Aufnahmen in einer Halle, z.B. Messe, Industriehallen, Ställen, etc.
  • Bei Foto und Video-Aufnahmen mit Menschenansammlungen, z.B. Demo, Brauchtumsanlässe, Konzerte, Fastnachtsumzüge, Sportanlässe etc.
  • Bei Foto und Video-Aufnahmen in dicht besiedeltem Gebiet, z.B. Stadt, Quartiere, Einkaufsmeilen etc.
  • Bei Foto und Video-Aufnahmen wo keine Lärmemissionen entstehen dürfen.
  • Bei Video-Aufnahmen, wo Drohnen wegen der eingeschränkten Flugzeit wegen den Akkus nicht eingesetzt werden können, z.B. bei Sportanlässe, Konzerte etc.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Woche,

Lg Patrik

Unterschrift Patrik

 

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